Ruhrpott Metal Meeting 07.-08.12.2018 Turbinenhalle Oberhausen – Tag 2

Der Samstag begann schon um 16.20 Uhr. Am heutigen Tag sollte das Festival auf 2 Bühnen weitergehen. Zur Hauptbühne gesellte sich nun noch die „Flözstage“ in der Turbinenhalle 2. Hier wurde das 30. jährige Bestehen von Century Media gefeiert. Also hieß es für die Fans und uns Fotografen, die Beine in die Hand und „run to rock“. Den Anfang am heutigen Tag machte MOTORJESUS, die deutsche Hard Rock Band aus Mönchengladbach. Die seit 1997 bestehende Band hat in ihrer Geschichte auch schon viele Umbrüche durchgemacht und sich aber seit 2016 in ihrer Besetzung gefestigt. So touren die Jungs vom Niederrhein von Festival zu Festival und haben immer noch viel Spielfreude im Gepäck. 2018 erschien ihr Album Race to Resurrection,  was einen Neuanfang der Band in jetziger Besetzung einläuten sollte. Auf der Flözbühne wartete schon BAEST auf ihren Auftritt. Die dänischen Death Metal Musiker kamen aus dem kalten Aarhus angereist, hatte aber heiße Töne mitgebracht. Die seit 3 Jahren bestehende Band hämmerte tiefen Death Metal in die Halle und begeisterte bei ihrem Auftritt durch perfekte Musik mit tollem Gesang. Und weiter gings auf der Hauptbühne mit SKALMÖLD aus Island. Die Isländer rocken die Bühnen mit ihrem Viking Metal seit 2009. Ihre Musik ist dem Death Metal sehr angelehnt, wird aber durch den Gesang und dem Zusammenspiel der Gitarrenriffs geprägt. Das Keybordspiel lehnt sich oft auch an die klassische Musik an. Die Isländer kamen beim Publikum fantastisch an und spielten einen perfekten Gig. Währenddessen hatten in der 2ten Halle ANGELUS APATRIDA ihren Auftritt. Die „Heimatlosen Engel“ aus Spanien haben 2004 ihre Musikkarriere mit Power Metal begonnen, sind dann aber dem Trash verfallen. Ihr Auftritt überzeugte die Zuhörer, reiner Trash Metal zum abfeiern. TANKARD hatte zwischenzeitlich die Hauptbühne zum Abriss betreten und gaben mächtig Vollgas. Die Jungs aus dem Frankfurter Raum machten ihrem Namen „Bierkrug“ alle Ehre und sie selber nennen ihre Musikrichtung scherzhaft Alcoholic Metal, also Trash Metal mit viel Spaß und Alkohol. Nachdem sie in ihrer Daseinszeit auch schon deutsche Schlager gecovert haben, möchte die Band nun mit guter Metal  Musik, viel Spaß auf der Bühne und feucht fröhlichem Kontakt zu ihren Fans die Musikabende verbringen. Das ist ihnen im positiven Sinne auch sehr gut gelungen. In der Turbinenhalle 2 ging es danach mit Lacuna Coil weiter. Die Halle war nun proppe voll und wenn nicht soviel Nebel gewesen wäre, hätte man auch von weiter hinten die Schönheit von Christina bewundern können. So blieb der optisch schöne Eindruck leider nur den vorderen Reihen vorbehalten, schade..aber ihr rotes Kleid durchdrang den Nebel trotzdem. Musikalisch glänzte die Band wie immer. Die, ursprünglich im Jahre 1994 gegründete, Band hat sich in den letzten Jahren etwas mehr den weicheren Metaltönen hingegeben. Ihre Songs sind eine tolle Mischung aus Metal-, Rock- und teilweise sogar Popklängen. Ihre Bühnenshow ist klasse, musikalisch sind sie eh perfekt. Ein toller Gig. Nachdem nun unsere Beine durch das viele Laufen doch ein wenig geschwächt waren, ging es zur Stärkung an den Wurststand. Die Preise für ein Festival sehr human und das Essen lecker. Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg zu D.A.D. Die Kopenhagener „Disneyland After Dark“ begannen Anfang der 80er Jahre und ihr Melodic Heavy Rock hat sich in Laufe der Bandtradition perfektioniert. Selten sieht man eine Band auf den Bühnen, die so locker und Spielwitzig ihre Songs vortragen. Perfektionierte Spielfreude aus dem Norden. Um 20 Uhr besuchten wir dann DARK TRANQUILITY  an der Flözbühne.

Die Schwedische Melodic Death Metal Band tourt seit 1889 durch die großen Hallen der Welt. Ihre Musikalische Stielrichtung hat im Laufe der Jahrzehnte immer mehr eine eigene Richtung eingeschlagen. Ihre Musik ist unverkennbar, düster, laut, hart perfekt. Perfekt konnte man die Lichtshow zum Fotografieren nicht nennen. Backlight, wenn überhaupt Licht da war und die Gesichter der Musiker im Stockdunkeln. Einige Fotografen verließen genervt den Graben vor Abschluss der ersten 3 Lieder. Eine toller Musik Gig, optisch leider ein Gag. Damit endete der Abend auf zwei Bühnen und es ging nur noch auf der Hauptbühne weiter. Als nächstes folgten da ALESTORM. Die Schotten beschreiben ihre Musik als „True Scottish Pirate Metal“, eine Mischung aus Seemanns, Piraten- und Saufliedern. Klasse Stimmung und schöne musikalische Klänge. Den Höhepunkt ihres Konzertes bildete das Crowdsurfen ihres Scurvy Steve. Das Ende des 2018 Ruhrpott Metal Meetings läuteten dann CHILDREN OF BODOM ein. Seit 25 Jahren spielen die Finnen auf den größten Festivals der Welt. Ihr Melodic Death Metal ist Vorbild für viele Bands. Ihre Songs sind teilweise traurig, dann wieder aggressiv und hart. Ihre Instrumente sind Werkzeuge mit denen sie ihre Gefühle und Gedanken in den Konzerthallen verewigen. Ihr Stiel und ihre Bühnenpräsenz  berührt jede Faser unter der Haut und dringt durchs Trommelfell bis in die letzte Ecke des Gehirns vor. Konzerte der Finnen sind ein Orgasmus für die Gefühle und Gehörgänge. Ein galaktisches Ende eines tollen Metal Wochenendes. Wir sind sicher dass der Centro Weihnachtsmarkt nach diesem Konzertwochenende die Kugeln an den Bäumen neu ausrichten musste. Was für ein Abriss des Ruhrpottes.  Daaaanke und bis 2019.

Motorjesus

Baest

Skalmöld

Angelus Apatrida

Tankard

Lacuna Coil

Dad

Dark Tranquility

Alestorm

Children Of Bodom

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