Musical- Abend mit „West Side Story“ auf der Clingenburg

Was für ein Abend – Was für eine Kulisse – Was für eine Akustik!

Zum 25jährigen Jubiläum der Clingenburg- Festspiele und somit auch zur letzten Saison von Intendant Marcel Krohn, der sein Amt nach zehn Jahren niederlegt, hat man sich eines der berühmtesten Musicals ausgesucht: „West Side Story“ – das moderne Romeo & Julia.

Die Wahl hätte nicht besser sein können. In einer Welt voll Intoleranz und Hass, die Geschichte so nah zu uns zu bringen. Regisseur Marcel Krohn hat es geschafft ein exzellentes Ensemble zusammenzustellen um den Broadway- Erfolg darzustellen.

Die Kulisse der Clingenburg stellt hier neben einen vielseitigem Bühnenbild einen perfekten Ort für ein solches Musical dar.

In „West Side Story“ geht es um zwei sich rivalisierende Straßenbanden Amerikas: Die Jets (Amerikaner) und die Sharks (eine eingewanderte Gruppe von Puertoricanern). Die Jets wollen die Sharks aus „ihren“ Straßen vertreiben. Riff, der Anführer der Jets möchte Bernando, den Anführer der Sharks, an einem Abend auf dem Tanzfest zum Kampf herausfordern. Riff bittet Tony, den früheren Anführer der Jets, an diesem Abend mitzukommen und ihm zu helfen. Für Bernardo´s Schwester Maria, die gerade in die USA gekommen ist, wurde der Puertoricaner Chino auserkoren. Maria trifft jedoch dort auf Tony und verliebt sich sofort in ihn. Doch Bernardo gibt den beiden sofort zu verstehen, dass sie verfeindeten Gruppen angehören. Dann fordert Riff Bernardo auf, sich im Drugstore zu treffen um Waffen und Kampfplatz für die Auseinandersetzung zu bestimmen. Maria bittet Tony inständig den Kampf zu verhindern. Die Banden treffen sich unter dem Highway, doch bevor es zum Kampf kommt, geht Tony dazwischen. Riff und Bernardo drohen sich mit Messern und im Verlauf eines wilden Duells wird Riff von Bernardo erstochen. Tony, blind vor Zorn und Rachlust, tötet Bernardo. Die Sirenen der anrückenden Polizei beenden die Schlacht. Tony, allein bei Riffs und Bernardos Leichen, wird von Anybodys auf seine gefährliche Situation aufmerksam gemacht und kann der Polizei knapp entkommen. Chino überbringt Maria die Nachricht vom Tod ihres Bruders Bernardo. Als Tony bei Maria auftaucht, macht sie ihm heftige Vorwürfe. Er überzeugt sie jedoch davon, dass Bernardos Tod nicht beabsichtigt war. Die beiden fallen einander in die Arme und träumen von einer besseren Zukunft bis Anita dazu kommt. Nach einer Diskussion zwischen Maria und Anita möchte diesem im Drugstore Tony eine Nachricht von Maria überbringen. Die Jets trauen ihr jedoch nicht und unternehmen den Versuch, sie zu vergewaltigen. Daraufhin behauptet sie, dass Chino Maria aus Eifersucht erschossen habe. Als Doc, der Besitzer von „Doc’s Drugstore“, Tony diese Nachricht überbringt, beginnt er verzweifelt durch die Straßen zu laufen, um Chino zu finden, dass dieser ihn ebenfalls erschieße. Dabei trifft er auf Maria und läuft auf sie zu. Da erscheint Chino und erschießt Tony in Marias Armen.

 

Mit wunderbarem Gesang und Schauspiel, ausgefeilten Choreographien, Witz und doch auch Ernst wurde das Stück rund um die Hauptdarsteller Theano Makariou (Maria) und Gevorg Aperánts (Tony) dargestellt. Jeder einzelne Darsteller hat seine Rolle ausgezeichnet präsentiert und Momente voller Gefühl vermittelt. Egal ob die coole Anybodys (dargestellt von Sarah Kornfeld), die unbedingt zu den Jet-Boys gehören möchte, die feine Anita (dargestellt von Lucia Isabel-Haas Munoz) oder Leutenant Schrank und Office Krupke (M. Krohn/ St. Krause), die mit lockeren Sprüchen die Gangs teils recht in die Enge trieben.

Doch auch das Orchester, welches man durch kleine Fenster in der Bühnenrückwand sehen konnte, sollte nicht unerwähnt bleiben. Die 17 Musiker an der Geige, Trompete, Keyboard und Klavier, Drums, Cello, Posaune, Bass, Reeds und am Horn haben eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Jeder Einsatz und Ton der Weltbekannten Songs, wie „America“ und „Maria“,  hat gesessen.

 

 

 

„West Side Story“ – eine Geschichte, die man gesehen haben muss. Noch bis zum 12. August hat man die Möglichkeit sich diese anzuschauen. Doch auch die Ankündigungen für die Festspiel- Saison 2019 machen Lust auf einen Besuch auf der Clingenburg. Für nächstes Jahr sind die „Rocky Horry Show“ und „Shakespear in Love“ in angekündigt, sowie für das jüngere Publikum, sowie Familien „Das Sams“ und „Tschick“. Seid gespannt und freut Euch drauf!

Nähere Infos zur Saison 2019 folgen und auch auf www.clingenburg-festspiele.de könnt Ihr Euch informieren.