„Knights Call“ – wo Axel Rudi drauf ist, ist Pell drinnen – Kaufempfehlung

Fast 30 Jahre ist es her, da veröffentlichte der damals noch blonde AXEL RUDI PELL und seine gleichnamige Band, ihr erstes Studio-Album „Wild Obsession“.

Fast drei Jahrzehnte später – am 23.03.2018 – veröffentlicht AXEL RUDI PELL sein siebzehntes Studioalbum, mit dem Namen „Knights Call“. Bis zum neuen Album sprechen wir bei AXEL RUDI PELL, von mehr als 1,5 Millionen verkaufter Tonträger weltweit, ebenso wie von dauerhaften Chartplazierungen. Bleibt abzuwarten, wie „Knights Call“ bei den Fans ankommt. Das 16. Studioalbum hat es immerhin 2016 schon auf Platz 11 in den deutschen Charts geschafft. Bleibt noch zu erwähnen, dass alle Alben bei ein und derselben Plattenfirma, SPV/Steamhammer und das seit 1989 erschienen sind.

Mit dem Opener “The Medieval Overture (Intro)”, wird der Hörer schon zu Anfang mit einer sanft und dahinfließenden Melodie, in eine eigene Welt geleitet. In dieser Welt kann man sich gedanklich auf das mittelalterliche Leitmotiv einstimmen. Ich war so im Lausch-Träum-Modus, dann reißen mich messerscharfe Riffs, pochende Drums und vor allem die Stimme von Johnny Gioelis, aus meinen Träumen.

Bei „The Wild And The Young“, werden die Heavy-Metal-Herzen höherschlagen, der Puls wird ansteigen und man hört, dass es hier mit ganzem Herzen und mit Leidenschaft zur Sache geht. ARP-Sound wie man ihn sich wünscht und auch nicht enttäuscht wird. Der nächste Hochkaräter “Wildest Dreams” knüpft mit seinem zeitlosen Hard-Rock-Vibe an und bestätigt mir meinen so positiven, ersten Eindruck des Albums. Ich sitze gebannt da und lausche ganze 6 Minuten den Gitarrenklängen, den Drums, der Stimme und bin überrascht von den rockigen Orgelklängen.

Ich würde den nächsten Song gerne live hören und bin mir sicher, dass die Fans “Long Live Rock” auch live bejubeln werden. Mit diesem Song versprechen sie uns, dass der Rock definitiv noch ein Weilchen überleben wird. Wem “Knights Call” noch nicht facettenreich genug war, wird mit “The Crusaders of Doom”, einen frühen Lieblingshit auf dem Album finden. Das kreischende Gitarren-Intro ist nur der Anfang, dieser düsteren Heavy-Metal-Ballade. Das melodische Intro, packende Verse, mitreißender Chorus und natürlich das majestätische Gitarren- Solo. Mit dem Instrumental “Truth and Lies” beweist der Gitarrenmeister, dass er rifftechnisch in all den Jahren, nichts verlernt hat.

Mit “Beyond the Light” vervollständigt ARP das Album “Knights Call”, schließlich wäre ein AXEL RUDI PELL-Album ohne herzzerreißende Ballade mittlerweile unvorstellbar. Bereits nach den ersten Tönen wird deutlich, wie viel Herzblut ARP und seine Kollegen auch wieder in diesen Song gesteckt haben. Ich habe Gänsehaut und das wird nicht nur mir so gehen, dessen bin ich mir sicher. “Slaves on the Run” und “Follow the Sun” sind die Songs, die auf diesem grandiosen Album ein wenig ins Abseits gedrängt werden.

Beide Songs reißen mich nicht so mit, wie die anderen, sind genau so leidenschaftlich und eingängig, aber stechen nicht so hörbar heraus. Dafür überzeugt mich “Tower of Babylon” wieder total. Das zehnminütige Metal-Epos ist sicherlich bewusst das beeindruckende Schlusslicht und überrascht lausche ich den orientalischen Keyboard-Klängen. Der Bass verleiht die notwendige Dramatik und das Gitarrensolo komplettiert damit die Hochwertigkeit und Komplexität des gesamten Stücks.

 

Line Up:

Johnny Gioeli – Gesang
Axel Rudi Pell – Gitarre
Ferdy Doernberg – Keyboards
Volker Krawczak – Bass
Bobby Rondinelli – Drums

Track List:

01. The Medieval Overture
02. The Wild And The Young
03. Wildest Dreams
04. Long Live Rock
05. The Crusaders Of Doom
06. Truth And Lies
07. Beyond The Light
08. Slaves On The Run
09. Follow The Sun
10. Tower Of Babylon

 

 

Axel Rudi Pell erfüllt voll und ganz, was die Fans von ihm erwarten und auch meine Erwartungen wurden erfüllt, nein sogar noch übertroffen. Fakt ist, wo Axel Rudi drauf ist, ist Pell drinnen. Axel Rudi Pell haben ihre Aufgabe fraglos erfüllt.

Hier ist ein Album auf Höchstniveau entstanden. Es bietet alles, von Riffs, die einem den Atem nehmen, einfühlsamen Balladen, bis hin zu Gänsehautsongs, die einem unter die Haut gehen. ARP ist mit „Knights Call“ seinem typischen Sound treu geblieben und muss Pflichtprogramm für all jene sein, die ehrlichen, zeitlosen und vor allem handgemachten Heavy Metal schätzen. „Knights Call“ bekommt definitiv meine Kaufempfehlung.

 

Knights Call Tour 2018: Part I
26.04. Bochum – Zeche (ausverkauft)
27.04. Saarbrücken – Garage
28.04. Aschaffenburg – Colos-Saal (ausverkauft)
29.04. Nürnberg – Hirsch
01.05. München – Backstage
02.05. Ludwigsburg – Rockfabrik
05.05. Erfurt – HsD
06.05. Bochum – Zeche (ausverkauft)
08.05. Berlin – Huxleys
09.05. Hamburg – Große Freiheit 36
18.-20.05. Gelsenkirchen – Rock Hard Festival
24.06. Burglengenfeld – VAZ
07.07. CH-Pratteln – Z7 Summer Nights Open Air
08.07. Mönchengladbach – Sparkassenpark (mit Deep Purple)

Knights Call Tour 2018: Part II
18.10. Bremen – Aladin
24.10. AT-Wien – Szene
26.10. Memmingen – Kaminwerk
27.10. Leipzig – Hellraiser
30.10. Langen (Frankfurt) – Neue Stadthalle
31.10. Karlsruhe – Substage
02.11. Emden – Live Music Center
03.11. Weissenhäuser Strand – Metal Hammer Paradise
04.11. Köln – Essigfabrik

 

Webseite:

https://www.axel-rudi-pell.de/