Georgie Chapple – EP „One“

Manchmal braucht es nicht viel um genau zu wissen, dass etwas fantastisch ist. Georgie Chapple zeigt dies eindrucksvoll auf ihrer EP „One„: nur fünf Songs, doch jeder ein kleines Juwel, der sowohl durch die musikalische Komposition als auch durch die wunderbare Stimme der Sängerin überzeugt. Bereits Ende April kam „One“ auf den Markt und Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

Die Halbbritin Georgie Chapple ist Vollblut-Musikern. Bereits als Kind hat sie ihren ersten Song geschrieben und so war irgendwie auch klar, dass sie Musik studieren würde. Im Musik-Business arbeitet sie als Singer-Songwriterin und ihre eigene Karriere nimmt ordentlich Fahrt auf. Nach diversen Club-Konzerten in ihrer Wahlheimat London wurde Georgie Chapple 2017 zum Ealing Blues Festival eingeladen. Seitdem trieb sie die Arbeit an ihrer ersten Single voran. „One“ steht nun seit dem 27.04.2018 der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung und jeder kann sich selbst davon überzeugen, dass Musik nicht einfach nur Lebensinhalt dieser Ausnahmekünstlerin ist, sondern dass sich Georgie Chapple mit wahrer Liebe und Leidenschaft diesem Inhalt widmet. Ihre Songs sind dabei gespickt von persönlichen Erfahrungen, was ihnen nur noch mehr Authentizität verleiht.

Allen Song gemein ist die abgestimmte musikalische Komposition, bei der man nicht wirklich stillhalten kann. Man muss sich im Rhythmus der Songs bewegen, sie umschweben einen, leiten einen und bleiben angenehm noch eine Weile im Ohr hängen.

„Destroy the Evidence“ erzählt von den Schwierigkeiten in einer Beziehung, bei denen die Partner sich doch im Wesen etwas unterscheiden und die Beziehung gegenseitig vergiften. Ein Gefühl, dass wohl viele kennen. Aber der Song spricht auch vom Neuanfang, der mit jedem Ende einhergeht. Auch „Long Gone“ ist eher ein Herzschmerz-Song, erzählt vom Vermissen und davon, nicht vergessen zu können. „Met you yet“ fängt etwas dunkler an, sowohl musikalisch (mit dem Piano deutlich im Vordergrund) als auch die Stimmlage betreffend. Hier spricht Georgie von der Suche nach der Vervollständigung, der Suche nach dem richtigen Partner, und vorranging der Suche nach sich selbst. Zu diesem Song ist auch noch ein Remix vorhanden, der deutlich tanzbarer ist als das Original, aber nichts von der Atmosphäre des Liedes weg nimmt. „The one that got away“ wirkt etwas grooviger und schneller als die anderen Songs, was ihm etwas tanzbareres verleiht. Thematisch reiht er sich aber bei den anderen Songs ein. Auch hier geht es im Kern um Beziehungen, bzw. um das Beenden einer Solchen. Der Song wirkt aber weniger schmerzvoll als die anderen Break-Up Songs, er hat eher etwas von Aufbrechen und Neuentdecken. Bei „Why do I“ wird es dann wieder langsamer, besinnlicher. Im Text werden Aspekte gegenübergestellt, die wahrscheinlich auch jedem bekannt sind: „If I wasn’t angry, I’d hold you (…) If I wasn’t happy, I’d miss you“. Der Song bleibt, wie alle anderen auch, noch eine Weile im Ohr, nachdem er vorbei ist und zwangsläufig denkt man selbst darüber nach.

Und dies macht die EP einzigartig: Georgie singt von Dingen und Situationen, die wohl jeder von uns selbst kennt, erfahren und durchgemacht hat. Die Worte sind so ehrlich, die Inhalte so realistisch, die Umsetzung so ergreifend, dass man sich einfach in den Songs wiederfindet. Zu Kritisieren gibt es dabei eigentlich nichts. Außer vielleicht, dass es „nur“ eine EP ist …

Kurzum: Georgie Chapple beeindruckt. Nicht nur sind die Texte ihrer Songs authentisch und nachvollziehbar, mit ihrer ausdrucksstarken, warmen und angenehmen Stimme verleiht die Sängerin ihnen eine sogar noch weitaus stärkere Bedeutung. Georgie Chapple ist eine willkommene Abwechslung zu den Popsternchen dieser Welt und man kann nur hoffen, dass man bald noch mehr von ihr hören wird. Und bis dahin: deutliche Kauf- und Reinhör-Empfehlung für die EP „One„.

 

 

Track-List:

  • Destroy the Evidence
  • Long gone
  • Met you yet
  • Met you yet (Luis Paul Remix)
  • The one that got away
  • Why do I

Und hier noch das Video zum Song „Met you yet“:

 

 
 
Quelle für Bilder und Hintergrundinformationen: 7us Media Group