Florian Grey „Ritus“ – Sanfte Klänge, Harte Riffs – absolute Kaufempfehlung

Am 18. Mai 2018 erscheint das Album „Ritus“ von Florian Grey. Es ist sein zweites Album, nach dem Debütalbum „Gone“ aus dem Jahr 2015, gefolgt von den drei Singles „Laudanum“, „A Black Symphonie“ und „The End“. Was einst als Solo-Projekt begonnen hat, hat sich zu einem Hybriden aus Band und Solokünstler weiterentwickelt. Neben dem Line Up, das aus den vielen Live-Auftritten zu einer Band geworden ist, unterstützten Florian noch der Produzent Hilton Theissen (Dark Millenium, Akanoid, Seadrake) und der Hell Boulevard Frontmann Matteo vDiva Fabbiani. Mit Theissen und Fabbiani hat er zwei Insider, mit entsprechender Erfahrung und Kompetenz an seiner Seite. Florian beweist mit diesem Album seine geniale Vielseitigkeit, wirkt auch eckiger und kantiger, was ihm extrem gut steht.

Im Jahre 2006 gründete Florian die Dark Rock Band „Eves End“, veröffentlichte ein Album und trat mit nationalen und internationalen Bands und Künstlern auf. 2011 verließ er die Band, arbeitete nunmehr an seiner eigenen Musik und für verschiedene Projekte und Bands. Im Jahr 2013 trat er als Solokünstler wieder ins Rampenlicht und trat in Deutschland und Finnland auf. Er spielte unter anderem Tourneen mit der finnischen Band „Private Line“, den Berlinern „Vlad in Tears“ und begleitete als Special Guest die Tour der Hamburger Band „Lord of the Lost“ Neben diversen Live-Konzerten begann er 2014 mit der Arbeit an seinem ersten Solo-Album „GONE“, welches 2015 bei Echozone/BOB MEDIA veröffentlicht wurde und national wie auch international viel Beachtung erfuhr.

Nun also warten wir also gespannt (ich ja nicht mehr) auf das neue Album Ritus und hier wurde ein Album geschaffen, welches gleich zu Beginn, rockig-melodischen mit dem Opener “Bluecifer” zur Sache kommt. Der Opener hat Ohrwurm-Potential, ebenso die anderen gefühlvollen Songs wie „Bereft“, „Glimmer (Save Me)“und „A Cold Days Night“ die mit ihrer Sanftheit sich unter die Haut schleichen und gleichzeitig die Beine zum Tanzen animieren

Wunderschön hören sich die eingängigen Melodien an, ich bin bei jedem Song aufs Neue überrascht. Mal meine ich HIM durchzuhöre, dann wieder ist es purer und unverfälschter Dark Rock und es sind im Song „Relief“ die Gitarrenriffs, die mir sprichwörtlich den Atem rauben.

Florian Grey erreicht mit seinem neuen Album „Ritus“ mich und ich denke auch seine Hörer auf einer sehr emotionalen Schiene. Seine Tracks sind so einfühlsam, fast hypnothisch und beschwörend, die können einem gar nicht mehr aus dem Kopf gehen – sowas nenne ich „mit Hitpotientental“ Die ruhigen Songs sind alle durchtränkt von der einzigarten Stimme von Florian, jedoch beweist die Band sich und ihr Potential abermals in dem Titel „Catharsis (Closing Ceremony)“. Meine Ohren hören Metal-Einflüsse, die dazugehörigen harte Gittarenriffs, poppige Beats und mit Synthies aus den 80ern, schließt sich für mich der Kreis und meine Begeisterung ist unheimlich groß.

Line Up
Von Marengo – Guitars
Yannik „Rage“ Bockelmann – Drums
Simon Zlotos – Keyboards/Bass

Tracklist

  1. Bluecifer (We Out Here)
  2. Until We Go Down
  3. Bereft
  4. My Babylon
  5. Growing Colder
  6. Glimmer (Save Me)
  7. Relief (feat. VDiva)
  8. Paraphrase (Instrumental)
  9. The Unknown Pleasure
  10. A Cold Days Night
  11. Blood In A Shell
  12. Catharsis (Closing Ceremony)

 

Fazit
„Ritus“ ist ein Album, das, wie ich finde, schon polarisiert und das ist auch gut so. Texte die mit sanften Klängen beruhigend wirken und harte Riffs, die wiederum das Gegenteil bewirken, ich meine zu spüre, dass Florian uns gedanklich an den Abgrund führt und uns kurz vor dem Fall mit Hoffnung zurückholt. Bei mir ist es ihm gelungen und das ist meine absolute Kaufempfehlung für „Ritus“.

 

Internet: http://www.florian-grey.com/
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