Eisheilige Nacht 2018

Das Jahr geht zu Ende, die stillen und besinnlichen Tage stehen an. Man kann sie auch still und besinnlich verbringen – oder man gönnt sich noch einmal eine laute Party und besucht die traditionell um die Weihnachtszeit herum stattfindende Eisheilige Nacht. Auch in diesem Jahr haben Subway to Sally wieder drei Bands eingeladen, um mit ihnen zusammen den Fans das Fest zu versüßen. Mit dabei in diesem Jahr sind Paddy and the Rats, Russkaja und Versengold. Und natürlich der Gastgeben selbst, Subway to Sally. Am 22.12.2018 fand die EHN in der Hessenhalle in Gießen statt und zog eine große Zahl an Besucher an.

Um 18 Uhr öffneten sich die Tore zur Halle und die Fans strömten ins Warme. Der Merch-Stand wurde direkt in Beschlag genommen, die ersten Getränke bestellt und die besten Plätze direkt vor der Bühne ergattert und verteidigt, bis kurz vor 19 Uhr Eric Fish die Bühne betrat und seine Gäste begrüßte. Und weil man das zur Weihnachtszeit nicht einfach irgendwie so machen kann, hatte er extra ein kleines Gedichtchen vorbereitet, in dem er die kurz die einzelnen Bands vorstellte und so das Publikum schon man ein klein wenig in Stimmung brachte.

Um 19 Uhr dann betrat die erste Band des Abends die Bühne der Hessenhalle: Paddy and the Rats. Die Ungarn legten direkt kraftvoll los und brachten mit ihrem Piraten-Punk das Publikum zum Tanzen und Singen. Bei der bereits sehr gut gefüllten Halle kamen die Jungs sehr gut an und das ein oder andere Lied konnte auch schon nahezu textsicher mitgesungen werden. Sänger Paddy O’Reilly animierte die Fans immer wieder. Nur beim Mitsing-Spiel überforderte er sie ein klein wenig, als er plötzlich eine Scatman-hafte Performance hinlegte. Nach ca. ein sekündigem Zögern antworte das Publikum schlicht und einfach mit Applaus. Die Stimmung jedenfalls war direkt auf einem Hochpunkt.

Diesen Punkt zu halten galt es für die folgende Band. Doch wer käme schon auf die Idee, dass Russkaja keine Stimmung verbreiten kann. Nach und nach betraten die Musiker die Bühne, begleitet von großem Applaus bis schlussendlich auch Georgij Alexandrowitsch Makazaria auf die Bretter sprang und loslegte. Was folgte könnte man gut und gerne als durch choreographiertes Animateurprogramm beschreiben: die Musiker wussten genau, wer wann wo zu stehen hat während Georgij dem Publikum einheizte. Dabei wirkte die Show aber keineswegs steif oder vorausschaubar: der Spass war Russkaja in jedem Moment anzusehen und übertrug sich ohne jegliche Verluste auf das Publikum. Spiele wie der „Grooving Head“ oder der „Psycho Traktor“ sowie das allseits beliebte Mitsing-Spiel (was hier schon wesentlich besser klappte als bei Paddy) sorgten für allgemeine Heiterkeit. Und auch Bewegung durfte nicht fehlen: sei es die wackelnde Hocke oder die diversen Springeinheiten, alle waren mit dabei und verdienten sich ihr anschließendes Bier.

Ausgelassen ging es weiter bei den Bremer Jungs von Versengold. Hier war das Publikum nicht ganz so doll körperlich gefragt und konnte sich somit voll und ganz auf das Mitsingen konzentrieren. Und das wurde auch eingefordert, nicht nur bei „Wem? Uns!“ (bei dem Eike traditionell auch seine Tanzkünste vorführen musste), sondern eigentlich ständig. Versengold hatten dabei nicht nur altes und bekanntes Material dabei, sondern auch den ein oder anderen neuen Song, wie z.B. „Der Tag an dem die Götter sich betranken“ oder auch „Wir tanzen nicht nach braunen Pfeifen“.

Schließlich war es dann so weit: der Gastgeber selbst betrat die Bühne: Subway to Sally. In neuen Outfits und mit zwei kleinen Leinwänden beglückten sie ihre Fans direkt zu Beginn mit ihrem neuen Song „Königin der Käfer“. Insgesamt klangen STS wesentlich rockiger, auch etwas dreckiger als sonst. Dazu wurde die Bühne in rotes, dunkles Licht getaucht, was dem Auftritt eine besondere Atmosphäre und neugierig auf die nächsten Shows machte. Für diesen Tag hatten Subway to Sally noch viele altbekannte Songs dabei, die lautstark und textsicher von den Fans mitgesungen werden konnte, sei es nun bei „Mitgift“, „Kleid aus Rosen“ oder „Eisblumen“. Für einen besonderen Moment sorgte Ally bei ihrem Solo, bei dem sie zeigen konnte, was sie alles auf der Geige anstellen kann. Und dann gab es noch einen weiteren neuen Song: „Imperator Rex“ hat nicht nur einen lateinischen Text, sondern wird auch von Simon gesungen und hebt sich damit deutlich von den anderen STS Songs ab. Am Anschluss daran gab es das allseits beliebte Mitsing-Spiel, bevor es dem unweigerlichen Ende des Abends entgegen ging. Vorab aber kamen noch Musiker der vorherigen Band mit auf die Bühne, um den Gastgeber kräftig bei „Veitstanz“ zu unterstützen. Wie es die Tradition erfordert, gingen STS schließlich von der Bühne und ließen dem Publikum den Raum, damit dieses durch Intonation von „Julia und die Räuber“ ihre Zugabe einfordern konnte. Zwei Lieder hatten STS dann noch im Gepäck: „Grausame Schwester“ und – natürlich – „Julia und die Räuber“. Das Publikum hätte gerne noch weiter gefeiert und gesungen, doch kurz nach Mitternacht war dann auch dieser Konzertabend zu Ende. Zumindest musikalisch, denn natürlich nahmen sich STS auch noch etwas Zeit für ihre Fans außerhalb der Bühne.

 

Die Eisheilige Nacht ist zu einer Tradition geworden, auf die kein Fan mehr verzichten möchte. Jedes Jahr aufs Neue beschenken Subway to Sally ihre Fans mit dieser Konzertreihe und drei hervorragenden Gästen. Und auch für nächstes Jahr steht dieses Ereignis wieder an. Dann sind neben Gastgeber Subway to Sally noch Vogelfrey, Knasterbart und Fiddler’s Green dabei, um die ruhige und besinnliche Weihnachtszeit ein wenig aufzulockern.

 

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