„Mutatio in Signum“ von Terrorfrequenz

Am 27.10.2017 erschien das neue Album „Mutatio in Signum“ von Terrorfrequenz, unter dem Label Sonic-X. Entstanden ist wieder ein Album, das durch Harsh Electro und Industrial, gekonnt hervorsticht. Zu hören bekommen wir Beats, die hart und treibend sind, elektronische Klänge die so voller Aggressionen stecken und geshoutete Vocals – aber genau diese Kombi verspricht die Tanzbarkeit auf den Dance-Floors der Dark-Electro-Szene.

 

Terrorfrequenz wurde 2006 von Andreas G. (Elektroarsch) gegründet und veröffentlichte 2008, das Debüt-Album, „Der schleichende Tod“. Noch im selben Jahr wurde aus dem Ein-Mann-Projekt, das mit dem Feldzug Hellelectro begonnen hatte, ein Duo – da stieg nämlich Manuel S. (Mangler) mit ein. Mit Manu entstand die neue Live-Show, rund um den Harsh-Hellelectro, die später nochmals durch Akteurinnen wie „TerrorSin“ in eine „Splatter-Schauspiel-Show“, ins Rampenlicht gesetzt wurde.

Schon bald kam nach Auftritten mit Bands, wie Eisenfunk und Fabrik C – im Jahre 2009 – das Album „In Der Dunkelheit“. Ihr Bekanntheitsgrad war dann bereits so groß, dass sie Konzerte im In- und Ausland und eine spektakuläre Tour mit Agonoize und Hocico spielten. Danach legten sie eine Pause ein, zogen sich aus der Öffentlichkeit zurück, waren aber in der Zeit auch nicht ganz untätig.

Im Jahr 2014 kamen Elektroarsch und Mangler mit ihrem dritten Studioalbum „Spiegelbild“ zurück. Mit diesem Album waren sie wieder auf den Tanzflächen und Bühnen dieser Welt zurück. Heiß und schnell die Beats, noch ausgefeilteren Showelementen, einem Sound der noch mehr in die Tiefe ging und sie feierten laut und eindrucksvoll ihr „Come Back“. Sie waren so gefragt, dass sie auf dem Dark-Munich-Festival und dem Wave-Got<ik-Treffen auftraten und feierten ihre Erfolge neben „Blutengel“ und „Eisbrecher“.

Leider ist es wie so oft im Leben, wenn man meint es läuft alles super und man genießt den Erfolg, dann schlägt das Schicksal unerwartet und heftig zu. 2015 verstarb vollkommen überraschend Andreas G. (Elektroarsch). Nach dem Schock, den Manuel und auch die Fans erst mal verarbeiten mussten, entschied sich Manuel dazu, Terrorfrequenz solo weiter zu führen. Dass er dazu in der Lage ist, hat die EP „Mutation“ schon eindrucksvoll bewiesen.

Jetzt, 2017 kommt Terrorfrequenz mit ihrem neuen und vierten Album „Mutatio in Signum“, mit dem neuen Keyboarder Liu und Manu als Säger im Gepäck, mit lautem Getöse zurück. „Mutatio in Signum“, das sind 10 neue Songs und dazu noch zwei Remixe, ein Song mit X-O-Planet und ein Song mit INTENT:OUTTAKE.

Schon das Intro lässt erahnen, dass es düster und tiefgründig wird. Stampfende Beats hört man in „Bestie Mensch“ und in diesem Song, wird die Thematik aus dem Intro wieder aufgegriffen. Im Titel „Terrorfrequenz“ spürt man, dass Mangler in diesem Song, seinen ganzen Hass und Frust verpackt und mit dem Titel dem ganzen musikalisch einen Namen gibt. Ganz neue Töne hören wir in „Wir sind du“, gruslig und unerwartet – wir hören tatsächlich 80er Beats und damit wird musikalisch, auf die Gemeinschaft geschworen. In dem Song „Ketten der Seele“ lassen sie wieder mit dem der stampfende Sound, diese düstere Atmosphäre entstehen. Der Song besingt, wie es ist, wenn man dem Punkt angekommen ist, den man als den absoluten Tiefpunkt beschreiben kann. In diesem Album nehmen die Titel häufig Bezug zum Vorgänger-Titel auf, so auch bei „Erleuchte deinen Schatten“. Die Aufforderung lautet, bringt Licht in Eure Dunkelheit und sprengt die Ketten, die euch fesseln. Terrorfrequenz wäre nicht Terrorfrequenz, denn im nächsten Song „Dämon Romut“ wird es wieder düster und heftig. In jedem von uns, schläft sein eigener Dämon, so die Message dieses Songs. Terrorfrequenz-Fans wissen das. Der Song „Exitus“ beschreibt, dass es nicht immer große Dinge sein müssen, die uns zerfressen, nein es kann auch ein kleiner Teil sein, der das Zerfressen schafft. „Exitus“ ist mein Lieblingstitel auf dem Album, ein sehr gelungenes und tanzbares Instrumental wie ich finde. Am beeindruckendsten ist der Song „Deine Schande“ – darin wird ein Zitat aus Herr der Ringe verarbeitet. Der Song „Einsamkeit“ bildet das Schlusslicht, Manuels Stimme kann einem Angst machen – ehe dann noch die beiden Remixe das Album vervollkommnen.

X-O-Planet bedankt sich damit bei Manu, der vor kurzem einen Remix für sie machte. Manjas Gesang und der Sound, sanft und zerstörerisch, beweist auch hier, warum X-O-Planet so erfolgreich ist. So kann man auch Danke sagen. Terrorfrequenz und INTENT:OUTTAKE sind ja gemeinsam auf Tour und der Titel „Treibsand des Lebens“ ist absolut das würdige Schlusslicht des Albums.

 

Tracklist:
01 Intro
02 Bestie Mensch
03 Terrorfrequenz
04 Wir sind Du
05 Ketten der Seele
06 Erleuchte deinen Schatten
07 Dämon Romut
08 Exitus
09 Deine Schande
10 Einsamkeit (Previously Unreleased)
11 Vorbei die Qual (X-O-Planet Remix)
12 Treibsand des Lebens (Intent:Outtake Remix)

 

 

Ich bin total begeistert, ist hier doch ein wahres Meisterwerk entstanden. Es sind neue Töne zu hören, sowohl im Sound, als auch im Gesang. Die Remixe gefallen mir beide total gut, aber auch die Themen der Songs, die häufig mit dem Song davor, in Zusammenhang stehen. Terrorfrequenz garantiert uns mit diesem Album was wir erwarten – Themen die uns alle beschäftigen, dunkel und düsterst verpackt und musikalisch einwandfrei umgesetzt.

VÖ: 27.10.2017
Genre: Dark Electro
Label: Sonic-X

Terrorfrequenz im Web:
Internet http://www.terrorfrequenz.com/
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Label https://www.facebook.com/SonicXRecords