Minotauro – Apocalyptic Sense

Minotauro – Apocalyptic Sense

Die Band, deren sechs Mitglieder aus Kroatien, Slowenien und Italien stammen, wurde im Jahr 2010 gegründet. Nach ihrem Erstlingswerk 2013 mit dem Titel Master Of The Sea, folgt nun das zweite Album mit dem klangvollen Titel Apocalyptic Sense. Bei beiden Alben wirkte das Istriaphonic Orchestra aus Kroatien mit, welches mit symphonischen Klängen die Zuhörer begeistert. Das Album verspricht Melodic-Metal der Extraklasse.

Die Tracks: Auf dem Album befinden sich neun Track, die in englischer Sprache gehalten sind. Landless Soldiers beginnt mit fulminanten, ausschweifenden Orchesterklängen, welche dann mit harten Gitarren-Riffs ergänzt werden. Man fühl sich kurzzeitig in einen Track von Apocalyptica versetzt. Die Einleitung dauert ungefähr eine Minute bis dann Frontmann Rudy Berginc mit seinem Gesang einsetzt. Mit seiner Stimme bedient er eine relativ große Range und man wundert sich, in welche Höhen er stimmlich kommt. Die Melodie des Songs prägt sich schnell ein. Fields Of Symphobia wirkt deutlich härter und düsterer. Hier ist auch das Orchester nicht so dominant wie im vorherigen Song. Die Drums dominieren hier den Song. „Ich habe diese Lektion gelernt und ich muss zurück.“, so heißt es im Text. Die Gitarrensoli sind bei diesem Titel sehr ansprechend und ergänzen sich gut mit den Streichinstrumenten. Bei Seven bekommt der Hörer die volle Breitseite Metal ab. Schwerer Sound passend zur Geschichte, die in diesem Song erzählt wird. Eine Geschichte über sieben Söhne und einen König von sieben Ländern. Neben dem bereits bekannten Orchester ist in diesem Song nun auch ein Hammond-Orgel zu hören, welche dem Song einen bisher unbekannten Sound gibt. Der nachfolgende Track All Seeing Eye treibt von Beginn an nach vorne. Das allsehende Auge wacht über dich, so die Aussage im Song. Ist hier der Staat gemeint? Die Überwachung, der wir täglich ausgesetzt sind? Der Gitarrensound ist schwer und die Drums knallen unerbittlich. Auch hier treibt Rudy seine Stimme wieder in Höhen, die man nicht für möglich hält. Braindigger wird mit einem fast schon dramatischen Sound eingeleitet, geht dann aber in die gewohnte Härte über. Zwischendurch ist ein Spinett zu hören. „Braindigger leave me alone.“, so eine Zeile aus dem Refrain. Die Streicher runden den Sound mit der Gitarre ab. Düster und dramatisch beginnt Apocalyptic Sense. Der Song wird von einer Kirchenorgel eingeleitet geht dann in den bekannten Sound über. „We are walking on a blade of knife.“ Harter Gitarrensound schmiegt sich an die Orchesterklänge, die mit der Orgel gepaart sind. Bei Son Of A Witch erklingen zunächst keltisch wirkende Klänge. Zwischendurch hört man elektrischen Sound, der an die 80er erinnert. Der Schmerz und das Leid in der Stimme von Rudy passt sehr gut zu der Geschichte, die in diesem Song erzählt wird. Der vorletzte Track des Albums Graveyard Symphony wird von elektrischen Klängen, Orchester und Chorgesang eingeleitet. Ein morbider Song, welcher sehr gut zum Artwork des CD-Covers passt. Man fühlt sich tatsächlich auf einen Friedhof versetzt. „Die Uhr tickt, Knochen brechen.“ Für dieses Feeling tun Orgel- und Glockenklang ihr Übriges. Den Abschluss des Albums bildet Easy Livin`. Eingeleitet von Streichern, die dann in Metal-Sound übergehen wirkt der Song sehr leichtfüßig und positiv. Die Melodie geht schnell ins Ohr und man wird dazu verleitet mit zu pfeifen. Auch hier wird wieder Elektro-Sound eingesetzt und man fühlt sich kurz in die 80er zurückversetzt. Wer bei diesem Song ein fulminantes Ende erwartet, wird leider enttäuscht.

Fazit: Seit dem letzten Album hat sich die Band deutlich weiterentwickelt. Für Hörer, die englischsprachen Melodic-Metal mögen, ist dieses Album sicher eine Anschaffung wert. Die Songs sind sehr unterschiedlich, doch das Album gibt ein stimmiges Gesamtbild ab. Das Artwork spiegelt das morbide wider, welches in den Titeln teilweise aufgegriffen wurde.

Tracklist:
1. Landless Soldiers
2. Fields Of Symphobia
3. Seven
4. All Seeing Eye
5. Braindigger
6. Apocalyptic Sense
7. Son Of A Witch
8. Graveyard Symphony
9. Easy Livin`

Release 13.10.2017 bei 7Hard

 

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