Erdling „Supernova“ – VÖ: 17.03.2017

Trotz kurzer Bandgeschichte kann Erdling schon auf einige Erfolge zurück blicken. Sowohl die erste Single als auch das Debutalbum konnten überzeugen. Live zu sehen war Erdling auf Touren mit Megaherz, Unzucht und Lord of the Lost. Im März gehen sie wieder auf Tour, diesmal als Support für Hämatom. Zuvor kommt aber noch das neue Album „Supernova“ in die Läden.

 

Dass Erdling eine NDH-Band ist, haben die Deutsch-Rocker um Ex-Stahlmann Neill Devin bereits im vorigen Jahr mit ihrem erfolgreichen Debutalbum „Aus den Tiefen“ bewiesen. Das zweite Studioalbum „Supernova“ steht dem in Nichts nach, legt eher noch einen drauf und zeigt die musikalische Entwicklung der Band.

 

EVENTREPORTS-ONLINE konnte es sich vorab schon einmal anhören.

 

Das Album wirkt im Gesamten eher düster, allerdings mit einigen Hoffnungsschimmern. Themen wie Gottkomplex, Trennung, Lügen, Ignoranz, die Gesellschaft aber auch die Liebe zur Freiheit und Selbstbestimmung werden behandelt. Dabei tauchen immer wieder Textzeilen auf, die nicht nur durch Neill Devins tiefe Stimme, sondern auch inhaltlich beeindrucken. So heißt es z.B. in „Mein Element“: „Die Erde ist der letzte Ort, den ihr jemals seht. Darum seid euch klar woher ihr kommt, ihr erntet was ihr sät“. In „Angst“ ist zu hören: „Das Leben lehrt mich fürchten und schürt in mir den Hass. Die Furcht kennt keine Grenzen. Sie ist die Angst, die mich zerfraß“. Sanfter wird es in „Unantastbar“: „Und ich genieß den letzten Augenblick, in dem wir beide zusammen sind. Vereint unantastbar, weit weg und doch so nah“.

 

Dass Erdling nicht nur düster und hart sein können, zeigen sie immer wieder in einzelnen ruhigeren Passagen.  Speziell aber in einem Lied: „Frei wie der Wind“ beginnt nicht nur mit Klaviertönen, das Lied hat etwas Hymnenartiges, etwas Klassisches, etwas Schönes an sich.  Textlich geht es um eine kaputte, unausgeglichene Beziehung, die beendet wird. Doch vor allem geht es um die Befreiung, die mit dieser Trennung einhergeht, um das Freisein, das Selbstsein. „Frei wie der Wind“ nimmt in dem Album eine Art Sonderstellung ein, denn es ist irgendwie anders. Und doch ganz Erdling.

 

In den 12 Liedern von „Supernova“ zeigen die Erdlinge, dass sie musikalisch gewachsen sind. Die Texte behandeln zwar eher typische Themen, sind jedoch individuell ausgearbeitet und keinesfalls Einheitsbrei. Und immer wieder zeigt die Band, dass sie eben nicht nur hart, nicht nur NDH sein können. Sei es in den ruhigeren Textpassagen der einzelnen Lieder oder eben in einem ganzen Song wie „Frei wie der Wind“.

 

Tracklist:

  1. Absolutus Rex
  2. Es gibt dich nicht
  3. Mein Element
  4. Kein Schatten ohne Licht
  5. Angst
  6. Unantastbar
  7. Frei wie der Wind
  8. Supernova
  9. Ueber-Ich
  10. Getrieben von Hass
  11. Phoenix
  12. Als ich Gott erschuf

 

„Supernova“ erscheint am 17.03.2017 als Standard-Edition und 2CD-Deluxe Edition (mit verschiedenen Remixen) über Out of Line Music.

 

Passend zum Albumrelease geht die Band im März auf Tour mit HÄMATOM:

17.03. Bielefeld, Ringlokschuppen
18.03. Aschaffenburg, Colos-Saal
19.03. Heidelberg, Halle 02
23.03. Magdeburg, Factory
24.03. Rostock, MAU Club
25.03. Erfurt, Stadtgarten

 

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Bild: Moritz Maibaum