Electronic Transformers Tour 2016 im Resonanzwerk Oberhausen

ResonanzwerkAm Samstag den 23.04.2016 machte die ETT Tour 2016 einen Stop im Resonanzwerk Oberhausen.

Es sollte ein schöner Abend mit tollen Bands werden, das Line Up sprach für sich. Mit von der Partie waren diesmal Dynastie, microClocks, Mondträume, Mystigma und Heimataerde.

Da ich in diesem Jahr schon Gast bei einem anderen Teil der Tour war, freute ich mich sehr auf diesen Abend.

Es war mein erster Besuch in dieser Location, weshalb ich sie auch nicht gleich fand. Vor dem Eingang wartete keine lange Publikums-Schlange, was mich doch sehr verwunderte. Pünktlich ließ man die doch noch zahlreicher erschienen Fans in die Halle.

Das erste was auffiel: Es war kalt in der Halle. Da war ich doch froh mich etwas wärmer angezogen zu haben, was nicht bei allen Gästen der Fall war, die dementsprechend fröstelten. Zum Glück gab es aber warmen Kaffee an der Theke im Eingangsbereich und man konnte sich ja später noch warm tanzen.

Die erste Band des Abends, Dynastie, betrat dann auch bald die Bühne.

Die 1996 gegründete Band, die nach 10 Jahren Pause 2014 ihr Comeback mit “ A Second Dark“ feierte, heizte dann auch dem Publikum ein. Besonders der Hüftschwung des Sängers Kai Trautmann, ließ manche weiblichen Gäste die Kälte vergessen.

Doch leider hatten sie gleich mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mit Handzeichen versuchte Gitarrist Mirko Pollmann, den Tontechniker darauf aufmerksam zu machen. Nach den vergeblichen Versuchen, schüttelte er nur noch resigniert den Kopf und die Band gab ihr bestes um ihr Set professionell durch zuziehen. Belohnt wurden sie mit dem Applaus der Gäste.

Nach einer kurzen Umbaupause betraten nun microClocks die Bretter.

Die 2011 gegründete Band veröffentlichte in diesem Jahr ihr drittes Album „Soon before Sundown“. Schon bei den ersten Tönen von „Hyperion“, wurde es extrem laut. Zu laut, wie man auch an den Reaktionen des Publikums bemerken konnte. Es folgten Songs wie: „All Eyes on You “ und „Life is Grim“ bei denen sich viele Gäste, wegen der Lautstärke, von der Bühne entfernten und sich den Auftritt aus dem hinteren Teil der Halle ansahen. Sehr schade für die Band, die alles für einen guten Auftritt gaben.

Als nächste betraten nun Mondträume die Bühne, eine Band die ich bisher noch nie live gesehen hatte.

Im Vorfeld hatten sie schon angekündigt, dass aus gesundheitlichen Gründen der Keyboarder Pikotto VonMond an diesem Abend nicht auf der Bühne stehen würde, sondern Michael Pfirrmann von Lightshifters, Sänger Damasius Venys an den Keys begleiten würde.

Im ersten Moment wurde ich bei Damasius ein wenig an Ville Valo erinnert, aber das war wirklich nur im ersten Moment so. Der Auftritt und die grandiose Stimme, nahm einen sofort gefangen. Songs wie „Life is Short“ ließen das Publikum tanzen. Für mich ein Highlight des Abends, das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

Die vierte Band die nun folgte war Mystigma, die am 08.04.2016 ihr viertes Album „Schattenboten“ veröffentlicht haben.

Leider schien sich nun die Technik endgültig, gegen die Bands und ihre Fans, verschworen zu haben. Jedenfalls zog sich der Beginn des Auftritts, aufgrund technischer Schwierigkeiten, die schon bei den vorherigen Bands für Zeitverzug gesorgt hatten, dermaßen in die Länge, dass das Set gekürzt werden musste.

Man hatte also genug Zeit sich einen Kaffee zum Aufwärmen zu besorgen, der leider mit der Zeit seine wärmende Wirkung verlor, da die Halle immer kälter wurde.

Als es dann endlich losging, waren die Schwierigkeiten immer noch nicht vollends beseitigt, aber Mystigma versuchten das Beste daraus zu machen.

Mit Songs wie „Diva Harmageddon“ und „Unzerbrechlich“ war das Publikum wieder einigermaßen versöhnlich gestimmt, sodass mitgesungen und getanzt wurde.

Dann wurden die ersten Takte von „Gottlos“ gespielt, einem Song der von den Fans heißgeliebt wird, und normalerweise immer den Abschluß eines Auftritts ankündigt, als dann abrupt der Auftritt abgebrochen wurde, da ja Heimataerde auch noch die Bühne entern wollten.

Die Enttäuschung war bei der Band und dem Publikum deutlich zu bemerken, zumal man dieses auch über In Ear Monitoring hätte regeln können und nicht bei den ersten Tönen zur Band laufen musste, um ihnen zu sagen, dass keine Zeit mehr für einen weiteren Song mehr sei.

Zu diesem Punkt und den anderen Pannen, gibt es am Ende des Artikels noch einige Worte von mir.

Als letzte Band des Abends betraten nun zu später Stunde Heimataerde die Bretter der Bühne.

2004 gegründet brachten sie 2014 ihr 6. Album „Kaltwaerts“ heraus.

Wer die Band schon live gesehen hat, weiß dass ihn eine tolle Show und Musik die in keine der gängigen Schubladen passt erwartet. Mit einem Mix aus alten und  neuen Songs wie zum Bespiel „Bruderschaft“, forderten sie ihre Fans auf zu feiern.

Aber so recht wollte keine Stimmung aufkommen, sodass Ansgar meinte: „Wenn die Stimmung mies ist, muss man mit Effekten arbeiten“ und dabei einen Konfettiböller zündete.

Heimataerde boten wie immer eine tolle Show, bei der natürlich auch das Kunstherz einmal durch die Halle flog und Kunstblut spritzte.

Um ca. 2:00 Uhr war der Abend für die Band beendet, die es sich natürlich nicht nehmen ließ, sich mit ihren Fans noch zu einem Getränk nach der Show zu verabreden.

Wer die Bands mal live erleben möchte, kann sich auf den unten angegebenen Links über die weiteren Tour-Termine informieren.

Mein Fazit des Abends: Tolle Bands, tolles Publikum ! Guter Kaffee und nettes Theken Personal 🙂

Großes Minus an dieser Stelle geht an die Location, vielleicht war das auch der Grund warum weniger Gäste kamen, als erwartet. Denn wer die Location kennt, weiß um die Mängel die da wären:

Eiskalte Halle

2 von 4 Damentoiletten nicht benutzbar, da defekt

Keine Sitzgelegenheit, kein einziger Stuhl

Technische Schwächen, wie ich sie noch nie erlebt habe, die der anwesende, zur Location gehörende Tontechniker anscheinend nicht in den Griff bekam, und auf Hinweise nicht reagierte.

Die Veranstalter habe ich natürlich zu dem abrupten Abbruch des Mystigma Auftritts auch befragt. Die Antwort unterstreicht nur die Mängel die ich vorher aufgezählt habe.

Man hatte vorher schon mit Mystigma wegen der Kürzung des Auftritts gesprochen und als man über In Ear Monitoring das Ende des Sets durchgeben lassen wollte, wurde dieses von der zuständigen Person mit den Worten „Das ist nicht meine Aufgabe“ abgelehnt, daher wirkte es auch sehr plötzlich, als eine der Veranstalterinnen zur Bühne gelaufen kam. Sie bedauern sehr, dass dieser Abend nicht wirklich rund lief.

Da ich ja wie oben erwähnt nicht das erste Mal Gast bei diesen Veranstaltern war, kann ich nur sagen: Sie trifft keine Schuld !

Für mich hat sich diese Location für solche Veranstaltungen komplett Disqualifiziert!

 

Links:

ETT Tour: http://www.electronictransformerstour.com/

Bands :

Dynastie : http://dynastie-musik.de/

microClocks : http://www.microclocks.de/

Mondträume : https://www.facebook.com/Mondtraeume/

Mystigma : http://www.mystigma.de/

Heimataerde : http://www.heimataerde.de/