Eisbrecher Jahresabschlusskonzert 16.12.2017 Turbinenhalle Oberhausen

Schon von weitem war die gelbe Leuchtschrift der Turbinenhalle zu erkennen und das Gebäude machte einen imposanten Eindruck. Der Einlass ab 18.15 Uhr verlief zügig. Aufgrund der großen Fläche der Location verteilten sich die Gäste, so dass die Konzerthalle bis zum Beginn des Konzertes locker gefüllt war.

Nach und nach füllte sich die Halle bis auf den letzten Platz. Auf der Empore war ein Bereich für Eltern mit Kind eingerichtet. Um ca. 20.00 Uhr betraten Jürgen und ich in ihren weißen Anzügen die Bühne. Der Christbaum, der auf der Bühne stand, rundete das Bild ab.

Alex verteilte aus einem Jutesack Orangen an die Gäste. Mit ihren Gitarren bewaffnet gaben die beiden die Songs „Kling Glöckchen“, „Stille Nacht“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Last Christmas“ und „Biene Maja“ zum Besten. Das Publikum wurde dazu animiert mitzusingen. Jürgen und Alex ernteten tosenden Applaus für ihren Auftritt.

Nach einer kurzen Pause wurde die Bühne dann von der skandinavischen Band Clawfinger geentert. Zu Beginn des ersten Songs spuckte Frontmann Zak Wasser von der Bühne und traf dabei fast einen Fotografen. Zak begrüßte im Laufe des Auftritts eine Besucher-Gruppe, die extra aus Belgien für das Konzert angereist war. Hier und da im Publikum gingen die Besucher beim Gig richtig ab und headbangten was das Zeug hielt. Mit viel Applaus wurde die Band dann verabschiedet.

In der Umbaupause wurde ein Vorhang hochgezogen, welcher die Sicht auf die Bühne verhinderte. Ein Eisbärschädel mit gekreuzten Eispickeln auf rotem Stern. Die Spannung stieg von Minute zu Minute. Dann endlich waren die ersten Töne von Sturmfahrt zu hören und der Vorhang fiel.

Die Bandmitglieder standen stramm in ihren Uniformen auf der Bühne. Drummer Achim saß auf einem Podest, welches dem Turm eines U-Boots glich. Nach den ersten beiden Songs legten sie dann ihre Uniformjacken ab und Alex stand ganz schick mit Hemd und Krawatte auf der Bühne.

Während des Auftrittes wollte Alex dem Publikum etwas Gutes tun und verschenkte erneut Orangen aus seinem Sack an die Gäste in der ersten Reihe. Den Song „Herzdieb“ widmete er der neunjährigen Molly, die mit ihrem Vater in der ersten Reihe stand. Die Stimmung war während des gesamten Konzertes perfekt und die Leute sangen mit, klatschten und tanzten. Bei „Eiszeit“ sprühten weiße Papierschnipsel von der Decke, die Alex mit seiner Winterjacke und Pelzmütze, in Schnee hüllten.

Um den restlichen Mitgliedern eine kleine Pause zu gönnen, gab es von Pix am Synthesizer und Achim an den Drums ein Solostück welches vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurde. Beim Song „Amok“ trommelten die fünf Jungs auf alten Ölfässern. Für die Zugabe hatte dann die Band wieder ihre Uniformen angezogen und spielte den Titel „In einem Boot“.

Den Abschluss des Abends bildete dann der Titel „Miststück“, bei dem die Band noch einmal alles gab. Nebelfontänen machten den Abschluss des Abends spektakulär. Zum Schluss wurden dann noch die obligatorischen Eisbären von jedem Bandmitglied ins Publikum geworfen.

Gegen 23.30 Uhr verließen die Gäste dann gemütlich die Halle. Der Abend hätte besser nicht sein können und machte die Mühe und die Strapazen der langen Autofahrt wieder wett.

Eisbrecher Set: Augen unter Null, Himmel Arsch und Zwirn, Prototyp, Sturmfahrt, Verrückt, Herzdieb, This is deutsch,1000 Narben, Antikörper, Amok, Miststück, Fehler machen Leute, So oder so, Was ist hier los?, Das Gesetz, Eiszeit, In einem Boot.

Webseite der Band: www.eis-brecher.com