CastleRock XVIII – Tag 2

In der Nacht von Freitag zu Samstag hat es viel geregnet und alle hofften das der Wettergott gnädig ist und ab Mittag keinen Regen mehr hinab zur Erde sendet. Als die erste Band des zweiten Veranstaltungstages des 18.CastleRock auftrat, schien der Wettergott ein einsehen zu haben.

Langsam füllte sich der Innenhof des Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr und „HEMESATH“ begann als Opener des zweiten Festivaltages dem Publikum einzuheizen. „HEMESATH“ die Band mit dem charismatischen Sänger und Schauspieler Christopher Zumbült, zelebri̱e̱ren harten Rock mit deutschen Texten. Melodische Passagen mit sowie eingängige Refrains verleihen Ihren Songs eine ausdrucksstarke Stärke mit denen Sie das Publikum verzaubern.

 

Ebenfalls verzaubert hat das Publikum die zweite Band des Tages. „NOX INTERNA“ , die Band mit Spanischer Herkunft präsentierte Ihre Songs mit choreografischen und visuellen Highlights. Ob ein Selbstporträt , welches zerstört wird oder wurzelähnlichen Händen visuell angehaucht an den Film „Edward mit den Scherenhänden“. Das Gesamtkonzept des Auftritts von „NOX INTERNA“ war stimmig und überzeugte das Publikum auf ganzer Linie.

„ERDLING“ mit Frontmann Neill Freiwald, der vielen aus dem Publikum noch als Gitarrist bei der Band Stahlmann sowie Sündenklang bekannt war,betrat nach einer kleinen Umbaupause nach „NOX INTERNA“ die Bühne. Zusammen mit Drummer Niklas Kahl, Gitarrist Neno Knuckle und Bassist Nate Pearson begannen die Musiker dem Publikum anständig Dampf zu machen.

Auffordernd zum in die Händeklatschen und die Arme nach oben zu strecken spielten die Musiker Songs aus dem Debütalbum „Aus den Tiefen“ und Ihrem aktuellem Album „Supernova“. Optische Bühnenpräsenz an ein aus dem Norden stammende Band ist bei einigen Besuchern des CastleRock sichtlich aufgefallen, wurde aber auch mit Sätzen „Naja, wurden ja auch vom Chris Harms produziert“ abgetan. Jedoch war dies nicht als Negativer Kritikpunkt zu deuten. Nein im Gegenteil, Performance und Songs überzeugten das Publikum und die Band konnte die Resonanz Ihres Auftrittes auch bei der anschließenden Autogrammstunde erfahren.

Zwischenzeitlich hatte wohl der Wettergott vergessen das im Schlosshof des Schloss Broich ein Festival statt fand, und hatte einige Regentropfen hinab zur Erde geschickt. Die Besucher des CastleRock waren aber darauf vorbereitet und hatten Regenschirme und Regenponchos dabei. Für alle die keinen Regenschutz hatten bot sich die Gelegenheit noch schnell einen Regenponcho bei den Verkaufsständen zu erwerben, denn diese hatten vorsorglich Regenponchos mit in Ihr Sortiment neben den anderen Accessoires aufgenommen.

Nach der Band „ERDLING“ betraten die Musiker von „VLAD IN TEARS“ die Bühne vom CastleRock.

„VLAD IN TEARS“ die Band, die ursprünglich 2007 von den drei Brüdern Kris, Lex und Dario sowie einem besten Freund aus Kinderzeiten in Italien gegründet wurde, traten auf dem CastleRock in der aktuellen Besetzung (Kris Vlad-Gesang, Dario Vlad-Bass,Ilia Ioffe-Gitarre, Cosmo Cadar-Schlagzeug) auf und hatten trotz Regenschauer sichtlich viel Spaß auf der Bühne.

Die Band, die schon im Vorprogramm von Mono Inc. auf deren „The Clock Ticks On“ Tour spielte, präsentierte dem Publikum Songs aus älteren Alben aber auch aus dem 2016 veröffentlichten Album „Unbroken“. Mit „VLAD IN TEARS“ war die sogenannte Halbzeit des Festivaltages erreicht und trotz Regen ließen sich die Gäste des CastleRock nicht abschrecken und feierten ausgelassen. Auch die Kinder, welche mit vor Ort waren tobten und hüpften im Takt mit. Manchen Kindern schien sogar der Regen besonders Spaß zu machen.

Zwischenzeitlich hatte der Wettergott ja auch mal ein Einsehen und der Regen pausierte. Aber auch die folgende Band hatte wohl nicht das beste Geschäft mit dem Wettergott abgeschlossen. Denn auch Sie mussten mit Regen als Beigabe zu Ihrem Auftritt spielen.

„AEVERIUM“ ist eine deutsche Alternative-Metal-Band, die aufgrund ihrer Beliebtheit in der Schwarzen Szene gern auch als Gothic-Metal-Band bezeichnet wird. Die Band begeistert nicht nur musikalisch das Publikum sondern besticht auch durch Marcel „Chubby“ Römer und Aeva Maurelle
, den beiden Gesangsstimmen der Band.

Im Jahr 2013 ins Leben gerufen gewann die Band im Jahr 2014 das Internet-Voting des M’era Luna Festivals und trat bei diesem auf. Seit diesem Zeitpunk wurde die Band immer populärer und bekannter.
Auf dem CastleRock spielte „AEVERIUM“ Songs aus dem 2015 veröffentlichten Album „Break Out“ sowie aus dem neuen 2017 veröffentlichten Album „Time“. Das Publikum war begeistert. Nicht nur weil die Band für ausgewogene Stimmung sorgte, nein auch die Stimme von Frontfrau Aeva Maurelle war mehr als nur genial. Besucher, die die Band vorher noch nicht kannten, waren vom ersten Song an voller Begeisterung und besuchten im Anschluss des Bandauftrittes den Merchandising-Stand der Band.

Nach „AEVERIUM“ wurde es etwas härter auf der Bühne. Nicht was den Gitarrenklang oder das Schlagzeug betrifft. Der nächste Act des Tages war die Band „OST + FRONT“, die dem musikalischen Genre der „Neuen Deutschen Härte“ zugeordnet wird. Und durch Ihren brachialen Musikstil und Ihrer Performance macht die Band „OST + FRONT“ dem Genre alle Ehre.

Die Band um Frontmann Herrmann Ostfront ( bürgerl. Patrick Lange ), wurde von manchem Festivalbesucher nur als Band mit schwarzen Humor betitelt und Ihre Bühnenshow ist definitiv nichts für kleine Kinder. Während ihres Auftrittes wurden zwei große aufgeblasene Ballons im Publikum über deren Köpfe hin und her gerollt. Viele bemerkten jedoch das sich in den Ballons eine kleine Menge Flüssigkeit befand und niemand wollte den Ballon über sich haben außer…..einige „OST + FRONT“ Fans wussten was sich in den Ballons befand und waren durchaus darauf aus, diese zum platzen zu bringen. Letzteres geschah auch und die rote Flüssigkeit trat Ihren Weg in die Freiheit an. Dabei landete ein Teil an der Eingangstür zum Hauptgebäude des Schlos Broich.

Die Band, die für einige doch gewöhnungsbedürftig war sorgte beim restlichen Publikum für grandiose Stimmung und das Publikum würdigte dies auch durch tobenden Applaus zum Ende des Auftrittes der Band.

Wer das LineUp gelesen hatte , dem war bekannt das noch zwei Bands fehlten und deren Auftritt sehnsüchtig erwartet wurde. Die Rede ist von der Gothic-Metal-Band mit Frontmann Gerhard „Felix“ Stass „CREMATORY“ und der portugiesische Metal-Band „MOONSPELL“.

Und auch der Wettergott wollte wohl die beiden Bands ohne Regen genießen, denn dieser hatte zwischenzeitlich aufgehört und die Besucher und Gäste des CastleRock konnten das Event ohne störende Regenschirme genießen.

„CREMATORY“ sind schon alte Hasen im Musikgeschäft, denn die Band wurde im Januar 1991 gegründet. Durch die langjährige Bandgeschichte bedarf wohl keine Vorstellung der Band mehr und das bemerkte man auch auf dem CastleRock.
Das Publikum war von der ersten Sekunde an dabei und feierte zusammen mit der Band. Ob es daran lag, dass der Regen aufgehört hatte oder einfach nur an der Band. Sicherlich kann hat es an beidem gelegen das die Stimmung im Schlosshof so ausgelassen war.

Dennoch hat auch jeder Anfang auch ein Ende und dies galt auch für die Stagetime von „CREMATORY“. Mit tobendem Beifall wurde die Band Ihres Auftrittes gewürdigt und es wurde kurz still im Schlosshof.
Burgherr Michael Bohnes betrat die Bühne. Jeder Besucher wartete spannend darauf was er zu verkünden hatte.

Neben einer Danksagung an das Team, einer Danksagung an alle Bands und an das Publikum verkündete er auch Neuigkeiten für das CastleRock Festival 2018.

Michael Bohnes gab bekannt, das im nächsten Jahr „STAHLMANN“ , „LACUNA COIL“ und „TANZWUT“ mit dabei sein werden. Nach dieser Verkündung wünschte er allen noch allen viel Spaß beim Auftritt des Headliner und damit der letzten Band des CastleRock Festival.

Es war soweit, die portugiesische Metal-Band „MOONSPELL“ betrat die Bühne. „MOONSPELL“ waren keine Unbekannten für die Besucher des CastleRock in Mülheim an der Ruhr, denn „MOONSPELL“ traten bereits 2011 im Schloss Broich auf.

Mit einem Mix aus Gothic und Dark Metal boten die Portugiesen eine mitreißende Show. Mit Songs aus dem schon 1996 veröffentlichten Album „Irreligious“ aber auch mit bisher noch unveröffentlichten Songs sorgten „MOONSPELL“ für einen gelungenen Ausklang des Abends und damit auch des CastleRock XVIII.

Gespannt warten wir schon jetzt auf das LineUp für das CastleRock 2018 und würden uns freuen wieder dabei sein zu dürfen.

 

 

Link´s zu Bands und Veranstalter:

HEMESATH

NOX INTERNA

ERDLING

VLAD IN TEARS

AEVERIUM

OST+FRONT

CREMATORY

MOONSPELL

CastleRock